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ChatGPT Ads starten in Europa

buchen kannst du vorerst trotzdem nicht

Autor:

Ivana Nikic

Datum:

Ivana Nikic - COO Adveristing norisk

Ivana Nikic

COO Advertising | norisk GmbH

8 min Read

ChatGPT Ads starten in Europa, buchen kannst du vorerst trotzdem nicht

Am 24. August ging der Kanal in Deutschland live, gebucht wird zunächst nur über sechs Agenturnetzwerke, und genau deshalb liegt der sinnvolle Hebel gerade woanders.

Am 24. August 2026 sind ChatGPT Ads in Deutschland und in 30 weiteren europäischen Märkten gestartet. In den Feeds wird das weiterhin als der nächste große Werbekanal gefeiert, und die Aufregung ist nachvollziehbar, denn seit dem ersten Test der Anzeigen in ChatGPT ist keine Ankündigung so weit gegangen wie diese.

Nur passt zwischen die Aufregung und die Realität eine Lücke, über die kaum jemand spricht. Gebucht wird auch jetzt, mehr als eine Woche nach dem Start, ausschließlich über eine Handvoll internationaler Agenturnetzwerke.

Damit stellt sich eine andere Frage als die, die gerade überall diskutiert wird. Nicht wie viel Budget du einplanen solltest, sondern was du in einer Situation tust, in der ein Kanal sichtbar entsteht und für dich verschlossen bleibt. Die kurze Antwort lautet, dass du dafür sorgen solltest, in ChatGPT überhaupt vorzukommen, denn diese Vorarbeit ist dieselbe, die später auch eine bezahlte Platzierung erst wertvoll macht.

Was am 24. August konkret passiert ist

OpenAI weitet die Anzeigen auf 31 zusätzliche europäische Märkte aus. Dazu gehören Deutschland, Österreich und die Schweiz, außerdem Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande, Belgien, Irland, Polen, Tschechien, Portugal und die skandinavischen Länder. Das ist ausdrücklich kein weltweiter Start, in den USA laufen die Anzeigen seit Februar 2026, Europa zieht jetzt nach.

Werbung sehen Nutzer der Tarife Free und Go. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei, ebenso Konten, die OpenAI Personen unter 18 Jahren zuordnet, und temporäre Chats. Auf dem Free-Tarif gibt es zusätzlich eine werbefreie Variante, die dafür engere Nutzungsgrenzen und weniger Funktionen mitbringt. Für Europa wurde die Datenschutzrichtlinie angepasst.

Wer die Reichweite abschätzen will, sollte das im Kopf behalten. Die zahlende Kundschaft, also gerade die zahlungskräftigen Nutzer auf Plus und Pro, sieht diese Anzeigen nicht. Wen du in ChatGPT erreichst, ist der kostenlose und der günstige Tarif, und das ist eine andere Zielgruppenlogik als in klassischen Kanälen.


Grafik: Die zahlenden Tarife bleiben werbefrei, erreichbar sind Free und Go

Die zahlenden Tarife bleiben werbefrei, erreichbar sind Free und Go

Wie die Anzeigen aussehen und wo sie erscheinen

Anzeigen erscheinen unterhalb der ChatGPT-Antwort als deutlich als gesponsert gekennzeichnete Einheit, die visuell von der Antwort getrennt ist. Eine solche Einheit kann ein Element enthalten oder mehrere, auch von verschiedenen Werbetreibenden. Im Browser ChatGPT Atlas erscheinen während der Testphase keine Anzeigen.


Wo Ads in ChatGPT auftauchen

OpenAI betont, dass Anzeigen die Antworten nicht beeinflussen, dass sie auf getrennten Systemen von den Modellen laufen und dass Werbetreibende keine Möglichkeit haben, Antworten zu formen oder umzusortieren. Das ist eine Angabe des Anbieters, unabhängig geprüft ist sie nicht, und für die Bewertung des Kanals ist genau dieser Punkt zentral. Standardmäßig sieht ChatGPT die eingeblendete Anzeige selbst nicht, Nutzer können sie aber aktiv ins Gespräch holen und Fragen dazu stellen.

Ausgeschlossen sind sensible Kontexte, konkret persönliche Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik. Politische Werbung ist generell nicht zugelassen. Anbieter aus regulierten Bereichen wie Gesundheit oder Finanzdienstleistungen können unter strengeren Bedingungen werben, allerdings nicht in der Nähe entsprechender persönlicher Gespräche.

Welche Daten OpenAI nutzt und was Werbetreibende davon sehen

Hier räumen wir mit der verbreitetsten Sorge auf, denn sie ist in dieser Form falsch. Für die Auswahl einer Anzeige nutzt OpenAI immer den Kontext der aktuellen Konversation, den groben Standort und die Sprache. Ist die Personalisierung aktiviert, kommen der Chat-Verlauf, Memory und frühere Anzeigeninteraktionen dazu, und in die Auswahl fließen zusätzlich Landingpage, Titel und Text der Anzeige sowie Angaben des Werbetreibenden ein.

Für den deutschsprachigen Markt gibt es dabei eine Einschränkung, die in den meisten Berichten fehlt. Im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz sind personalisierte Anzeigen zunächst nicht verfügbar. Die zusätzliche Personalisierungsebene, über die gerade viel diskutiert wird, greift hierzulande zum Start also gar nicht. Was bleibt, ist die Ausspielung anhand des aktuellen Gesprächs, und das ist näher an klassischem Keyword-Targeting als an verhaltensbasierter Werbung.

Auf der anderen Seite steht das, was bei dir als Werbetreibendem ankommt, und das ist bemerkenswert wenig. Du bekommst aggregierte Kennzahlen wie Impressionen und Klicks. Keinen Zugriff auf Chats, Chat-Verläufe, Memories, Namen, E-Mail-Adressen, genaue Standorte oder IP-Adressen. OpenAI gibt ausdrücklich an, Konversationen nicht mit Werbetreibenden zu teilen und keine Nutzerdaten zu verkaufen. Nutzer wiederum können die Personalisierung abschalten, Anzeigen ausblenden und melden und ihre Werbedaten löschen, die dann binnen dreißig Tagen entfernt werden.


Grafik: ChatGPT Ads als Kanal ist datenseitich sparsam

Der Kanal ist datenseitig deutlich sparsamer, als die Diskussion vermuten lässt

Warum du zum Start vermutlich gar nichts buchen kannst

Das ist der wichtigste und am wenigsten diskutierte Punkt des ganzen Themas. Gebucht wird zunächst ausschließlich über Agenturpartner, genannt sind Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu. Das sind internationale Netzwerke mit entsprechenden Mindestvolumina, und wer dort kein Kunde ist, hat schlicht keinen Zugang.

Eine Self-Service-Plattform für kleinere Unternehmen ist angekündigt, aber ohne Termin. Nicht mit vagem Datum, sondern ohne jede Angabe. Was du heute tun kannst, ist dein Interesse bei OpenAI zu hinterlegen, um informiert zu werden, mehr ist es nicht. Für den deutschen Mittelstand und für Shop-Betreiber bedeutet das, dass der Kanal am 24. August real existiert und praktisch unerreichbar bleibt.

Das ist keine Kritik, sondern der übliche Weg beim Aufbau eines Werbekanals, und Google wie Meta haben es seinerzeit ähnlich gemacht. Für deine Planung heißt es aber, dass jede Budgetdiskussion über ChatGPT Ads in diesem Jahr eine theoretische Übung ist. Wer dir heute anbietet, dort Kampagnen zu schalten, sollte sehr genau erklären können, über welchen Weg das laufen soll.

Was der Kanal kostet und was das über die Nachfrage sagt

Berichtet wird ein durchschnittlicher Tausenderkontaktpreis von rund 20 US-Dollar, also etwa 20 Dollar je tausend Impressionen. Das ist keine offizielle Preisliste, sondern ein aus dem Markt berichteter Wert, und er liegt etwa zwanzig Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang.

Ein fallender Preis in der Aufbauphase lässt sich in zwei Richtungen lesen, und ehrlicherweise ist derzeit keine der beiden belegt. Entweder bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, was bei einem Kanal ohne Self-Service und ohne dokumentiertes Tracking wenig überraschen würde. Oder OpenAI verbilligt den Einstieg bewusst, um Volumen und Erfahrungswerte aufzubauen, bevor der Kanal breiter geöffnet wird. Beides ist plausibel, und wer dir eine der beiden Lesarten als sicher verkauft, spekuliert.

Dazu kommt eine Zahl, die OpenAI selbst nennt, nämlich dass rund zwanzig Prozent der Konversationen einen kommerziellen Bezug haben. Das ist eine Angabe des Anbieters ohne unabhängige Bestätigung, und sie ist naturgemäß im Interesse dessen, der Werbeplätze verkauft. Als Größenordnung ist sie trotzdem interessant, weil sie erklärt, warum der Kanal überhaupt aufgebaut wird. Wie sich das Nutzungsverhalten zwischen klassischer Suche und KI-Antworten verschiebt, haben wir im Vergleich von Google Search und AI Search ausführlicher betrachtet.

Die offenen Fragen, die über den Erfolg entscheiden

Über einiges gibt es schlicht keine belastbaren Angaben, und das gehört in einen ehrlichen Artikel hinein statt in Spekulation aufgelöst zu werden. Wie Conversion-Tracking und Attribution funktionieren sollen, ist öffentlich nicht dokumentiert, obwohl genau danach bereits gesucht wird. Ohne diese Antwort lässt sich der Kanal weder sauber bewerten noch gegen bestehende Budgets abwägen.

Ebenso wenig ist geklärt, welche Formate und Ausrichtungsmöglichkeiten im Self-Service zur Verfügung stehen werden. Die Hilfeseite erwähnt beiläufig, dass Werbetreibende Kontexthinweise und Targeting-Auswahlen mitgeben, was zumindest belegt, dass es Ausrichtungsoptionen gibt. Wie sie aussehen, steht nirgends.

Die dritte offene Frage betrifft die Markensicherheit. Deine Anzeige steht unmittelbar unter einer KI-Antwort, deren Inhalt du nicht kontrollierst und nicht vorhersehen kannst. In der klassischen Suche kennst du wenigstens die Suchanfrage, hier kennst du weder Frage noch Antwort. Wie sich das steuern lässt, ist nicht beschrieben. Diese Lücken sind kein Argument gegen den Kanal, aber ein sehr gutes Argument gegen frühe Budgetzusagen.

Worauf es jetzt wirklich ankommt

Solange du keine Anzeigen buchen kannst, bleibt genau ein wirksamer Hebel, nämlich in den Antworten selbst vorzukommen. ChatGPT empfiehlt heute schon Produkte, vergleicht Anbieter und beantwortet Kaufentscheidungen, und zwar unabhängig davon, ob dort Werbung läuft oder nicht. Ob dein Produkt in dieser Auswahl auftaucht, entscheidet sich an deinen Daten und Inhalten.

Praktisch heißt das strukturierte, maschinenlesbare Produktdaten mit sauberen Identifikatoren, verlässliche Verfügbarkeits- und Preisangaben und Inhalte, die eine Maschine eindeutig auswerten kann. Dazu kommt die Präsenz in den Quellen, aus denen diese Systeme ziehen, und die technische Anbindung an Produktsuche und Kaufabschluss innerhalb der Assistenten. Wie das technisch funktioniert, beschreiben wir im Beitrag zu Agentic Commerce und den Protokollen dahinter, und welche Rolle dabei bestehende Feeds spielen, zeigt der Beitrag dazu, wie ChatGPT Google Shopping für Produktempfehlungen nutzt.

Der entscheidende Punkt ist, dass diese Arbeit doppelt zahlt. Sie macht dich heute in organischen KI-Antworten sichtbar, und sie ist die Voraussetzung dafür, dass eine bezahlte Platzierung später überhaupt etwas bringt. Eine Anzeige, die auf eine Produktseite ohne saubere Daten führt, verbrennt Budget in einem Kanal, in dem du ohnehin wenig messen kannst. Wer erst anfängt, wenn der Self-Service kommt, startet mit einem Rückstand von Monaten.

Was du jetzt tun kannst, um in ChatGPT sichtbar zu werden

Fang mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme an. Stell ChatGPT die Fragen, die deine Kunden stellen würden, also nach Produktkategorie, Anwendungsfall und Preisrahmen, und ausdrücklich nicht nach deinem Markennamen. Wenn du dabei nicht auftauchst, hast du dein eigentliches Problem gefunden, und es hat nichts mit Werbebudget zu tun.

Der zweite Schritt ist die Arbeit an Produktdaten und Inhalten, damit Maschinen sie eindeutig lesen können. Der dritte ist organisatorisch und wird gern übersprungen, nämlich intern zu klären, wer für KI-Sichtbarkeit verantwortlich ist, denn dieses Thema liegt erfahrungsgemäß zwischen SEO, Advertising und E-Commerce und wird deshalb von niemandem bearbeitet. Der vierte Schritt ist, die Entwicklung des Self-Service zu verfolgen und den Kanal in der Mediaplanung als Option zu führen, aber eben nicht als Budgetposten.

Wenn du wissen willst, wie sichtbar deine Produkte in KI-Antworten heute tatsächlich sind, machen wir dazu eine Bestandsaufnahme mit echten Testfragen aus deiner Kategorie. Anzeigen in ChatGPT können wir dir aktuell nicht buchen, und niemand sonst kann das für dich auch. Hier geht es zum Erstkontakt.

Häufig gestellte Fragen

Porträt von Ivana Nikic COO

Ivana Nikic - Chief Operating Officer

Wann starten ChatGPT Ads in Deutschland?

Am 24. August 2026, gemeinsam mit 30 weiteren europäischen Märkten, darunter auch Österreich und die Schweiz. In den USA laufen die Anzeigen bereits seit Februar 2026, der europäische Start ist also eine Ausweitung und kein weltweiter Launch. Für Europa hat OpenAI die Datenschutzrichtlinie angepasst.

Wer sieht Werbung in ChatGPT und wer nicht?

Werbung sehen Nutzer der Tarife Free und Go. Werbefrei bleiben Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu, außerdem Konten von Personen unter 18 Jahren und temporäre Chats. Auf dem Free-Tarif lässt sich zusätzlich eine werbefreie Variante wählen, die dafür weniger Nachrichten und weniger Funktionen erlaubt.

Kann ich als Unternehmen ChatGPT Ads buchen?

Zum Start nicht. Die Buchung läuft ausschließlich über die Agenturnetzwerke Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu. Eine Self-Service-Plattform ist angekündigt, allerdings ohne Termin. Du kannst derzeit lediglich dein Interesse bei OpenAI hinterlegen, um informiert zu werden, sobald sich das ändert.

Was kosten ChatGPT Ads?

Berichtet wird ein durchschnittlicher Tausenderkontaktpreis von rund 20 US-Dollar, was etwa zwanzig Prozent unter dem Wert vom Jahresanfang liegt. Das ist ein aus dem Markt berichteter Durchschnitt und keine offizielle Preisliste, belastbare Konditionen für kleinere Werbetreibende gibt es mangels Self-Service ohnehin noch nicht.

Bekommen Werbetreibende Zugriff auf meine Chats?

Nein. Werbetreibende erhalten laut OpenAI ausschließlich aggregierte Kennzahlen wie Impressionen und Klicks. Chats, Chat-Verläufe, Memories, Namen, E-Mail-Adressen, genaue Standorte und IP-Adressen werden nicht weitergegeben, und OpenAI gibt an, keine Nutzerdaten an Werbetreibende zu verkaufen. Wer aktiv über eine Anzeige eine Nachricht an ein Unternehmen schickt, teilt naturgemäß genau diese Nachricht.

Häufig gestellte Fragen

Porträt von Ivana Nikic COO

Ivana Nikic - Chief Operating Officer

Wann starten ChatGPT Ads in Deutschland?

Am 24. August 2026, gemeinsam mit 30 weiteren europäischen Märkten, darunter auch Österreich und die Schweiz. In den USA laufen die Anzeigen bereits seit Februar 2026, der europäische Start ist also eine Ausweitung und kein weltweiter Launch. Für Europa hat OpenAI die Datenschutzrichtlinie angepasst.

Wer sieht Werbung in ChatGPT und wer nicht?

Werbung sehen Nutzer der Tarife Free und Go. Werbefrei bleiben Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu, außerdem Konten von Personen unter 18 Jahren und temporäre Chats. Auf dem Free-Tarif lässt sich zusätzlich eine werbefreie Variante wählen, die dafür weniger Nachrichten und weniger Funktionen erlaubt.

Kann ich als Unternehmen ChatGPT Ads buchen?

Zum Start nicht. Die Buchung läuft ausschließlich über die Agenturnetzwerke Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu. Eine Self-Service-Plattform ist angekündigt, allerdings ohne Termin. Du kannst derzeit lediglich dein Interesse bei OpenAI hinterlegen, um informiert zu werden, sobald sich das ändert.

Was kosten ChatGPT Ads?

Berichtet wird ein durchschnittlicher Tausenderkontaktpreis von rund 20 US-Dollar, was etwa zwanzig Prozent unter dem Wert vom Jahresanfang liegt. Das ist ein aus dem Markt berichteter Durchschnitt und keine offizielle Preisliste, belastbare Konditionen für kleinere Werbetreibende gibt es mangels Self-Service ohnehin noch nicht.

Bekommen Werbetreibende Zugriff auf meine Chats?

Nein. Werbetreibende erhalten laut OpenAI ausschließlich aggregierte Kennzahlen wie Impressionen und Klicks. Chats, Chat-Verläufe, Memories, Namen, E-Mail-Adressen, genaue Standorte und IP-Adressen werden nicht weitergegeben, und OpenAI gibt an, keine Nutzerdaten an Werbetreibende zu verkaufen. Wer aktiv über eine Anzeige eine Nachricht an ein Unternehmen schickt, teilt naturgemäß genau diese Nachricht.

Häufig gestellte Fragen

Porträt von Ivana Nikic COO

Ivana Nikic - Chief Operating Officer

Wann starten ChatGPT Ads in Deutschland?

Am 24. August 2026, gemeinsam mit 30 weiteren europäischen Märkten, darunter auch Österreich und die Schweiz. In den USA laufen die Anzeigen bereits seit Februar 2026, der europäische Start ist also eine Ausweitung und kein weltweiter Launch. Für Europa hat OpenAI die Datenschutzrichtlinie angepasst.

Wer sieht Werbung in ChatGPT und wer nicht?

Werbung sehen Nutzer der Tarife Free und Go. Werbefrei bleiben Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu, außerdem Konten von Personen unter 18 Jahren und temporäre Chats. Auf dem Free-Tarif lässt sich zusätzlich eine werbefreie Variante wählen, die dafür weniger Nachrichten und weniger Funktionen erlaubt.

Kann ich als Unternehmen ChatGPT Ads buchen?

Zum Start nicht. Die Buchung läuft ausschließlich über die Agenturnetzwerke Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu. Eine Self-Service-Plattform ist angekündigt, allerdings ohne Termin. Du kannst derzeit lediglich dein Interesse bei OpenAI hinterlegen, um informiert zu werden, sobald sich das ändert.

Was kosten ChatGPT Ads?

Berichtet wird ein durchschnittlicher Tausenderkontaktpreis von rund 20 US-Dollar, was etwa zwanzig Prozent unter dem Wert vom Jahresanfang liegt. Das ist ein aus dem Markt berichteter Durchschnitt und keine offizielle Preisliste, belastbare Konditionen für kleinere Werbetreibende gibt es mangels Self-Service ohnehin noch nicht.

Bekommen Werbetreibende Zugriff auf meine Chats?

Nein. Werbetreibende erhalten laut OpenAI ausschließlich aggregierte Kennzahlen wie Impressionen und Klicks. Chats, Chat-Verläufe, Memories, Namen, E-Mail-Adressen, genaue Standorte und IP-Adressen werden nicht weitergegeben, und OpenAI gibt an, keine Nutzerdaten an Werbetreibende zu verkaufen. Wer aktiv über eine Anzeige eine Nachricht an ein Unternehmen schickt, teilt naturgemäß genau diese Nachricht.