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OpenAI plant Werbeschaltung auf ChatGPT für den US Markt

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ChatGPT Ads: OpenAI plant Werbeschaltung auf ChatGPT für den US Markt 

 

OpenAI macht ernst. Was lange nur als Gerücht herumging, wird langsam etwas konkreter: In den nächsten Wochen will das Unternehmen erstmals Werbung direkt in ChatGPT testen. Zum Start betrifft das nur den US Markt und wird lediglich ausgewählten Marken ermöglicht. 


Hierbei beschränkt sich die Schaltung der Werbung auf Nutzer im US Markt, die entweder die Free-Version oder das günstige Go-Abo nutzen.


Damit beginnt eine neue Phase für digitale Werbung. Anzeigen tauchen künftig nicht mehr nur in Suchmaschinen, Social Feeds oder Retail Media Networks auf, sondern direkt in einer Unterhaltung. Und genau dort stellen Nutzer oft sehr gezielte Fragen, suchen nach Lösungen oder lassen sich Empfehlungen geben.


Für Marken und Händler entsteht damit eine komplett neue Fläche, aber gleichzeitig auch ein großes Fragezeichen: Wie genau funktioniert Werbung in ChatGPT eigentlich? Welche Rolle kann das für E-Commerce spielen? Und warum liegt der Einstiegspreis angeblich bei rund 60 Dollar CPM?

 

 

Inhalt: 

01 - Übersicht der wichtigsten Informationen aus diesem Artikel

02 - ChatGPT Ads um breite Nutzerschaft wirtschaftlich zu gestalten 

03 - Werbung wird klar gekennzeichnet werden und Ergebnisse nicht beeinflussen

04 - Warum ChatGPT als Werbeumfeld für Marken und Händler so interessant ist

05 - Werbung wird keinen Einfluss auf den Output von ChatGPT haben

06 - Pricing: Einstiegspreise mit CPM von 60$ sehr hoch

07 - Performance Auswertung vorerst auf Impressions und Klicks begrenzt

08 - Produktdatenfeeds, Shopping Anzeigen und Owned Media

09 - Fazit 

 

 

 

 

 

Übersicht der wichtigsten Informationen aus diesem Artikel:

 

  • OpenAI integriert Werbung, um den kostenlosen Zugang zu ChatGPT langfristig zu sichern, während Paid-Abos werbefrei bleiben.

  • Anzeigen sollen dezent, klar gekennzeichnet und kontextuell passend am Ende von Antworten erscheinen – perspektivisch sogar dialogfähig.

  • Für Marken entsteht ein neues, intent-basiertes Werbeumfeld zwischen Search, Beratung und Commerce.

  • OpenAI betont die inhaltliche Unabhängigkeit der Antworten sowie hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards.

  • Hohe CPMs und eingeschränkte Performance-Daten positionieren ChatGPT Ads zunächst als Premium-Placement mit noch offenen Rahmenbedingungen.

 

ChatGPT Ads um breite Nutzerschaft wirtschaftlich zu gestalten 

OpenAI verkauft Werbung vorerst nicht als klassisches Monetarisierungsmodell, sondern als Möglichkeit, den Zugang zu KI weiterhin einer breiten Nutzerschaft zu ermöglichen. Dabei ist es das Ziel, mehr Menschen mit weniger Nutzungslimits oder ohne Bezahlung den Service von OpenAI anbieten zu können. Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Konten bleiben werbefrei, vorerst will OpenAI daran nichts ändern.


Die Botschaft dahinter ist ziemlich klar: ChatGPT soll ein echtes Massenprodukt werden, und Werbung wird Teil dieser Skalierung.

 

 

Beispielanzeige in ChatGPT (Quelle: OpenAI)

 

Werbung wird klar gekennzeichnet werden und Ergebnisse nicht beeinflussen

OpenAI plant am Anfang ein eher zurückhaltendes Modell. Anzeigen sollen zunächst am Ende von Antworten auftauchen, klar als Sponsored markiert sein und vor allem kontextuell passen.


Wenn jemand zum Beispiel nach einer Reise nach Santa Fe fragt, könnte darunter eine gesponserte Unterkunft erscheinen. Spannend ist dabei, dass Nutzer nicht nur klicken, sondern direkt mit dem Anbieter ins Gespräch gehen können.


Damit entsteht ein neues Werbeformat, das nicht bei der Anzeige aufhört, sondern direkt zur Interaktion wird. Für Händler heißt das: Werbung wird nicht nur sichtbar, sondern potenziell dialogfähig.

 

Anzeige einer Unterkunft, nach Reiseanfrage (Quelle: OpenAI)

 

 

Warum ChatGPT als Werbeumfeld für Marken und Händler so interessant ist

ChatGPT ist keine klassische Werbeumgebung. Nutzer scrollen nicht nebenbei durch Inhalte, sie kommen mit einer konkreten Absicht. Sie stellen Fragen, oft sehr präzise, und erwarten hilfreiche Antworten.


Gerade für Commerce macht das die Plattform extrem spannend. Produktsuche wird konversationell, Empfehlungen wirken wie eine Beratung und Kaufentscheidungen können direkt im Dialog entstehen.


Es leitet das Ende der uns bekannten Customer Journey an, da potenzielle Kunden alle notwendigen Informationen an einer zentralen Stelle erhalten und die übliche Suche massiv verkürzt.

 

 

Werbung wird keinen Einfluss auf den Output von ChatGPT haben

OpenAI betont immer wieder, dass Werbung ChatGPT nicht verändern darf. Antworten sollen unabhängig bleiben und nicht durch Werbeumsätze beeinflusst werden.


Auch Gespräche sollen nicht an Advertiser verkauft oder weitergegeben werden. Nutzer behalten Kontrolle, Personalisierung kann deaktiviert werden, Daten können gelöscht werden und wer keine Werbung sehen will, kann weiterhin auf Paid Plans ausweichen.


Außerdem sollen sensible Themen wie Gesundheit oder Politik ausgeschlossen werden. Nutzer unter 18 werden ebenfalls nicht Teil dieses Werbemodells.


OpenAI setzt damit eine deutlich höhere Messlatte als viele klassische Plattformen, was auch logisch ist, denn das Vertrauen in ChatGPT ist bereits sehr hoch.

 

 

Pricing: Einstiegspreise mit CPM von 60$ sehr hoch

Besonders auffällig ist das Early Pricing. Laut Berichten liegt der Einstiegspreis bei etwa 60$ CPM, also pro tausend Impressions.


Zum Vergleich: Meta bewegt sich typischerweise eher bei zehn bis fünfzehn Dollar. Premium Streaming oder Live Sports liegen dagegen in ähnlichen Bereichen wie OpenAI.


ChatGPT Ads werden damit nicht als Masseninventar positioniert, sondern als Premium Placement.

 

 

 

Performance Auswertung vorerst auf Impressions und Klicks begrenzt

Performance-Daten sollen zunächst sehr begrenzt sein. Marken erhalten wohl nur Impressions und Klicks, aber keine Attribution, keine Conversion-Daten und keine vollständige Purchase Journey.


Das macht klar: Die ersten Kampagnen werden eher auf Awareness und Reach setzen, weniger auf klassische Performance-Buys.

 

 

 

Produktdatenfeeds, Shopping Anzeigen und Owned Media müssen bis zum Release KI ready sein

Auch wenn der Rollout noch ganz am Anfang steht und vorerst exklusiven Marken der Zugriff erlaubt wird, kann die Zeit bis dahin sinnvoll für notwendige Vorbereitungen genutzt werden. Es sind bereits verschiedene Erfolgsfaktoren bekannt, die zur positiven Beeinflussung der organischen Sichtbarkeit einer Marke beitragen können.


State of the Art Produktdatenfeeds stellen bereits jetzt einen zentralen Bestandteil der organischen Reichweite dar, da es der KI ermöglicht, strukturierte Informationen über verfügbare Produkte auszulesen. Aktuelle Studien zeigen, dass OpenAI sich aktiv an Google Shopping Ergebnissen bedient, um sie als Produktempfehlungen anzuzeigen.  


Darüber hinaus ist es essentielle, dass sämtliche Owned Media eindeutig formuliert, klar strukturiert und dem Lesenden, ob Mensch oder Maschine, eine wirklichen Mehrwert liefert.

 

 

Fazit: Interessante erste Einblicke in die Werbewelt von ChatGPT, aber derzeit noch zu unkonkret

Die ersten Einblicke von OpenAI sind sicherlich sehr interessant, jedoch bleiben vorerst viele Fragen unbeantwortet und die Nutzung einem exklusiven Kreis vorbehalten. Bis dato ist die Timeline nicht bekannt, wann der Öffentlichkeit das Werben in ChatGPT ermöglicht wird. Der CPM ist mit 60 $ im Premiumsegment und wird kleinen Marken den Einstieg erschweren. Insbesondere mit der Tatsache, dass die KPIs sehr überschaubar sind und weit hinter den gelernten Standards vergleichbarer Plattformen liegen. 


Die kommenden Monate werden zeigen, wie OpenAI ChatGPT als Werbeumfeld entwickeln wird und inwiefern auch kleine Marken dieses enorme Potenzial nutzen können. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine Einschätzung anhand der vorliegenden Informationen nur sehr schwerlich möglich, da zu viele Rahmenbedingungen noch ungeklärt sind.  

 

 

 

 


 

 

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